Wettbewerb 2020/2021

Trotz des mehrmonatigen Ausnahmezustandes angesichts der Corona-Pandemie konnte der regionale Filmwettbewerb Heide-Wendland-Filmklappe zum 8. Mal stattfinden.
Auf die traditionelle Preisverleihung im Filmpalast Lüneburg musste zwar verzichtet werden. Dennoch wurden die besten Filme der insgesamt 22 Einreichungen von der Fachjury bestehend aus Matthias Haist, Dennis Albrecht, Inga Seba-Eichert, Uta Hahnkemeyer und Marie-Louise Gietl gekürt und entsprechend wertgeschätzt.
Die Laudationen, Urkunden und Preise sind zwischenzeitlich allen Preisträger*innen auf dem Postweg zugegangen.
Herzlichen Glückwunsch!

Alle Gewinnerfilme werden bald im Stream auf dem Videoportal der Landeszeitung Lüneburg (LZ Play) zur Verfügung stehen. Infos dazu in Kürze hier!

Neben den erstplatzierten Filmen haben sich 7 weitere Beiträge für die Teilnahme an der Niedersachsen Filmklappe qualifiziert. Alle Filme der regionalen Filmklappen sind nämlich zeitgleich bei einer überregionalen „WildCard-Jury“ eingereicht worden. Diese Jury hat aus allen regionalen Filmklappen die gelungensten Beiträge zur Teilnahme an der Niedersachsen Filmklappe ermittelt.

Die digitale Preisverleihung findet am 14.07.2021 statt. Es bleibt spannend.

https://www.lzplay.de/index.php/category/heide-wendland-filmklappe-2021/

 

KiTa/ Jg. 1-6

 

1. Platz: „Der Zauberclub“

Den ersten Platz in der Kategorie KiTa/Jg. 1-6 belegten Lia-Talessa Bormann und Johanna Möller, Grundschule Rosche, Landkreis Uelzen.

Die Meinung der Jury: „Der Zeichentrickfilm „Der Zauberclub“ erzählt lebendig und liebevoll die Geschichte einer Familie auf der Reise zur Zauberschule. Ein Beitrag, der besonders gute Laune macht.“

2. Platz: „Ein Tag auf dem Bauernhof“

Den zweiten Platz in der Kategorie KiTa/Jg. 1-6 belegte die Klasse 2d bestehend aus 21 SchülerInnen unter der Leitung von Annika Nissen, Grundschule Hasenburger Berg, Landkreis Lüneburg.

Meinung der Jury: „Unter primärer Verwendung der Brickfilm-Technik wurde eine Bauernhofwelt in liebevoller Kleinarbeit mit altersgemäßem Spielzeug geschaffen. Der Bauer erwacht aus einem süßen Traum und landet inmitten eines arbeitsreichen und aufregenden Tages. Dabei wird die Geschichte von einem Erzähler vorgelesen, während die Rollen der Familienmitglieder von verschiedenen Kindern gesprochen werden.“

 

Jg. 7-10

 

1. Platz „Das sind wir“

Den ersten Platz in der Kategorie Jg. 7-10 belegten Ida Starke sowie Mila Borchers und Team, Grimmer Filmwerke, Landkreis Lüneburg.

Meinung der Jury: „Der Dokumentarfilm gibt einen Einblick hinter die Kulissen der Filmgruppe „Grimmer Filmwerke“. Die Idee, ein Making-Off zu produzieren, ist großartig, da so nicht nur die Kurzfilme als Produkt die Zeit überdauern, sondern auch der Prozess als wichtiger biografischer Baustein eingefangen wird. Ein starkes Voiceover kommentiert die unterschiedlichen gesammelten stilistischen Elemente wie Bilder, Smartphone- und Kamera-Aufnahmen. Das alles ist sehr authentisch und ergibt insgesamt ein schlüssiges Gesamtwerk.“

2. Preis „Mord in der Mühle“

Den zweiten Platz in der Kategorie Jg. 7-10 belegten Robin Korff und Team, Gymnasium Johanneum Lüneburg/ Angelaschule Osnabrück

Meinung der Jury: „In dem Krimi lauert das Böse wie so oft ganz in der Nähe. Immer wenn Detective Summer glaubt, dem Täter auf die Schliche zu kommen, wird ein weiterer Zeuge umgebracht. Wem kann sie vertrauen? Der gewählte dramaturgische Kniff erzeugt einen Spannungsbogen und führt zu einer schlüssigen Erzählung. Die Gruppe setzt spannende atmosphärische Akzente durch den Einsatz von Musik und Toneffekten. Überzeugt hat die Jury der innere Monolog von Detective Summer, bei dem ein Weichzeichner und ein Voiceover genutzt wird, um eine Rückblende darzustellen.“

2. Preis „Winter“

Einen weiteren zweiten Platz in der Kategorie Jg. 7-10 belegten Mara-Sophie Soldner (15 Jahre) und Team aus Walsrode, Landkreis Heidekreis.

Meinung der Jury: „Der Realfilm mit unspektakulärem Setting nimmt den Zuschauer mit auf einen Winterspaziergang, bei dem immer wieder eine gewisse Spannung erzeugt wird, indem die Schauspielerinnen Grenzen überschreiten. Umso erschreckender gestaltet sich das vom Setting her unspektakuläre Finale, das in seiner Dramatik musikalisch gut begleitet wird. In Erinnerung bleibt ein erster Satz: „Hier müssen wir im Sommer auf jeden Fall noch mal hin.“

BBS/ Jg. 11-13

 

1. Platz: „I’m in“

Den ersten Platz in der Kategorie BBS/ Jg. 11-13 belegten Jannik von Hörsten und Team, Lessing-Gymnasium Uelzen, Landkreis Uelzen.

Meinung der Jury: „Der Spielfilm behandelt klassische Themen des Aufwachsens und Ankommens in einer neuen Gruppe in diesem Alter. Es reichen eben oft Bilder, um einen Eindruck des Innenlebens eines Charakters zu geben. Die Filmgestaltung und Montage sind technisch und handwerklich anspruchsvoll zu bewerten. Die Musik unterstreicht das Gesehene sowie die Atmosphäre des Films und ist teilweise auf die Sekunde passend geschnitten. Der Discoabend ist farb-ästhetisch gut eingefangen und sorgt für Abwechslung. Zusätzlich werden durch verschiedene Kameraeinstellungen interessante Perspektiven auf die ProtagonistInnen und die Geschichte gegeben. Besonders positiv ist aufgefallen, dass Dialoge aus dem Over-Shoulder-Shot gedreht sind.“

1. Platz: „Die drei Federn“

Einen weiteren ersten Platz in der Kategorie BBS/ Jg. 11-13 belegte Sarah Hörseljau (12. Jahrgang, Kunstkurs), Bernhard-Riemann-Gymnasium Scharnebeck, Landkreis Lüneburg.

Meinung der Jury: „Der Legetrickfilm „Die drei Federn“ erzählt das Märchen der Gebrüder Grimm im Schnelldurchlauf. Jedes einzelne Detail des Legetricks ist sehr liebevoll, professionell und künstlerisch höchst ansprechend gestaltet, sodass Raum und Tiefe in den Illustrationen entstehen. An der Auswahl und Komposition der Farben konnte sich die Jury gar nicht satt sehen, zudem sind die Animationen und Übergänge sehr akkurat ausgeführt. Insgesamt eine kreative Meisterleistung.“

 

Sonderpreis „Schöpferisches Gestalten“

 

Sonderpreis: „Die kleine Meerjungfrau“

Den Sonderpreis „Schöpferisches Gestalten“ erhielt Nesli Sen (12. Jahrgang, Kunstkurs), Gymnasium Johanneum Lüneburg.

Meinung der Jury: „Der Legetrickfilm fasst das gleichnamige Märchen von Hans Christian Andersen zusammen und erzählt dieses mithilfe einer liebevoll gezeichneten und gebastelten Legetricktechnik. Sehr positiv aufgefallen ist der Jury dabei die intensive Arbeit am Ausdruck und der Mimik der Figur der Meerjungfrau. Die detaillierte Einstellung auf das Gesicht ist sehr aufwendig und mit viele Liebe zum Detail dargestellt und animiert. Zudem sind schöne Einstellungen und Perspektiven integriert, intensiv hat sich die Macherin mit den Möglichkeiten der Überblendungen gespielt.“

Sonderpreis „Kreativität und Originalität“

 

Sonderpreis: „Tschick“

Den Sonderpreis „Kreativität und Originalität“ erhielt Mascha Best (12. Jahrgang, Kunstkurs), Bernhard-Riemann-Gymnasium Scharnebeck, Landkreis Lüneburg.

Meinung der Jury: „Die Titelsequenz „Tschick“ gibt in Kürze und durch sehr gut ausgewählte Szenen die Stimmung des berühmten Roadmovies wieder, ohne jedoch zu viel zu verraten. Die Legetricktechnik ist sehr detailreich und sorgfältig angewandt. Der blaue Lada, in Verbindung mit einem wunderbar passenden Soundtrack, nimmt den Zuschauer gleich auf die Reise mit. Die Erscheinung der Figuren in Form von Schatten kontrastiert wunderbar mit dem sehr gut ausgewählten Farbspiel der Landschaften und Hintergründe. Insgesamt ein sehr kreatives und originelles Produkt.“

Herzlichen Glückwunsch!

von Katja und Pascal